Zusammenarbeit mit Öffentlichen Bibliotheken

 

Auch die Kinderabteilungen der Öffentlichen Bibliotheken unterstützen mit Büchern, anderen Medien und Veranstaltungen Spracherziehung und Leseförderung. Sie sollten zu vorrangigen Kooperationspartner Ihrer Arbeit in Kindertagesstätten werden.

Wo liegt die nächste Kinderbücherei? Welches Angebot an Medien und Service-Leistungen kann sie Ihnen anbieten? Wie fügen sich die Angebote und die Regeln der Öffentlichen Bibliotheken in Ihr eigenes Programm ein? Besteht die Bereitschaft zu gemeinsamen Projekten? Kann die Kinderbücherei auch Ihre eigene Elternarbeit unterstützen? Die Antworten auf diese Fragen bestimmen Ihre zukünftige Zusammenarbeit.

Besuchen Sie auf alle Fälle mit den Kindern und auch mit den Eltern die nächstgelegene Öffentliche Bibliothek. Veranstalten Sie am besten dort eine Elternversammlung. Sie machen auf diese Weise auch die Eltern mit der Institution und ihrem Angebot für Kinder vertraut. Das gilt besonders für Eltern und Erziehungsberechtigte, die bisher mit Bibliotheken keine Erfahrung haben. Sie können auf einer solchen Veranstaltung in der Bibliothek die Brücke zwischen der vertrauten Atmosphäre in Kindergatesstätten und der Bücher- und Medienfülle, der Kinderprogramme in der Kinderbücherei sein. Machen Sie auf die Möglichkeit aufmerksam, zusammen mit den Kindern eingeschriebene Benutzer dieser Bibliothek zu werden.

Laden Sie im Gegenzug eine Vertreterin/einen Vertreter der Bibliothek in ihre Institution ein – für die Kinder und auf Elternversammlungen.

Wenn die Eltern oder Erziehungspersonen Analphabeten sind oder aus anderen Gründen Schwierigkeiten mit der geschriebenen deutschen Sprache haben, gehen Sie – in Ihrer eigenen Institution und in der Öffentlichen Bibliothek – auf die Bedeutung der gesprochenen Sprache und der mündlichen Kommunikation ein. Unterstützen Sie den kulturellen und den Rechtsstatus dieser Eltern. Zeigen Sie Ihnen, wie man Benutzer einer Bibliothek wird, machen Sie sie auf textlose (Bilder-)Bücher und ihre Verwendung in der Familie hin. Bei textlosen Büchern, über die man anhand der Bilder spricht, begegnen sich Eltern – oder Vorschulpädagogen – und Kinder auf Augenhöhe.

Auf der IBBY-website http://www.ibby.org/fileadmin/user_upload/Silent_Books_ENG.pdf stellt das Projekt „Silent books“ textlose Bilderbücher vor und gibt Tipps zu ihrer Vermittlung.